Unbequem sein oder lieber People Pleaser?
Es gab Momente in meinem Leben, in denen ich deutlich spürte, „Nein“ sagen zu wollen. Es kam aber nicht über meine Lippen. Stattdessen nickte ich freundlich und sagte „Kein Problem.“ Danach habe ich mich schwarz geärgert. Über die Situation, aber vor allem über mich selbst.
Vergangenheit. Ich war einmal so, wollte gefallen und es allen recht machen. Aber warum? Im Nachhinein betrachtet ist es vermutlich der Erziehung geschuldet. Ich bin Anfang der 60er Jahre unehelich auf die Welt gekommen. Für meine Mutter war es schwer. Der „Vater“ hatte sich nach Bekanntwerden der Schwangerschaft aus dem Staub gemacht. Meiner Mutter war es wichtig, einen guten Schein nach außen zu wahren: immer lieb sein, adrett gekleidet und freundlich lächelnd. Sie selbst kam Anfang des zweiten Weltkrieges auf die Welt und wurde nach der Geburt zur Adoption freigegeben.
So aufgewachsen hat sich mein Dasein fortgesetzt. Ich wollte gefallen. Passe ich mich an, werde ich gemocht. Halte ich dagegen, riskiere ich Ablehnung. Viele Jahre ging es gut. Bis ich merkte, dass meine eigene Verhaltensweise anderen nützt und mir nur schadet. Erst mit Anfang 40 zog ich die Reißleine und lernte, mich auch mal in den Fokus zustellen und andere eben hinten dran.
Wie ihr Euch vorstellen könnt, hat das nicht jedem gefallen. Einige Wegbegleiter sind auf der Strecke geblieben, Aber mir ging es fortan besser. Ein Nein zu anderen ist ein Ja zu mir. Unbequem zu sein, weil man rechtzeitig ein Stopp-Schild zieht bedeutet nicht, hart, verletzend oder rücksichtslos zu sein. Es bedeutet vielmehr, ehrlich und klar zu sein – auch wenn das nicht allen gefällt.
Heute bin ich immer noch lieb, rücksichtsvoll, eine Bank für andere, wenn es darauf ankommt. Aber nicht mehr um jeden Preis. Ein „Nein“ kann respektvoll sein. Eine abweichende Meinung kann liebevoll formuliert werden. Authentizität beruht auf Ehrlichkeit, nicht auf versteckter Anpassung. Es ist okay, wenn ich nicht die angepasste Version meiner selbst bin und mich nicht jeder mag. Ein Befreiungsschlag! Der Preis des ständigen Nett-Seins ist einfach zu hoch!
Wer kennt’s? Ich bin gespannt!
Vergangenheit. Ich war einmal so, wollte gefallen und es allen recht machen. Aber warum? Im Nachhinein betrachtet ist es vermutlich der Erziehung geschuldet. Ich bin Anfang der 60er Jahre unehelich auf die Welt gekommen. Für meine Mutter war es schwer. Der „Vater“ hatte sich nach Bekanntwerden der Schwangerschaft aus dem Staub gemacht. Meiner Mutter war es wichtig, einen guten Schein nach außen zu wahren: immer lieb sein, adrett gekleidet und freundlich lächelnd. Sie selbst kam Anfang des zweiten Weltkrieges auf die Welt und wurde nach der Geburt zur Adoption freigegeben.
So aufgewachsen hat sich mein Dasein fortgesetzt. Ich wollte gefallen. Passe ich mich an, werde ich gemocht. Halte ich dagegen, riskiere ich Ablehnung. Viele Jahre ging es gut. Bis ich merkte, dass meine eigene Verhaltensweise anderen nützt und mir nur schadet. Erst mit Anfang 40 zog ich die Reißleine und lernte, mich auch mal in den Fokus zustellen und andere eben hinten dran.
Wie ihr Euch vorstellen könnt, hat das nicht jedem gefallen. Einige Wegbegleiter sind auf der Strecke geblieben, Aber mir ging es fortan besser. Ein Nein zu anderen ist ein Ja zu mir. Unbequem zu sein, weil man rechtzeitig ein Stopp-Schild zieht bedeutet nicht, hart, verletzend oder rücksichtslos zu sein. Es bedeutet vielmehr, ehrlich und klar zu sein – auch wenn das nicht allen gefällt.
Heute bin ich immer noch lieb, rücksichtsvoll, eine Bank für andere, wenn es darauf ankommt. Aber nicht mehr um jeden Preis. Ein „Nein“ kann respektvoll sein. Eine abweichende Meinung kann liebevoll formuliert werden. Authentizität beruht auf Ehrlichkeit, nicht auf versteckter Anpassung. Es ist okay, wenn ich nicht die angepasste Version meiner selbst bin und mich nicht jeder mag. Ein Befreiungsschlag! Der Preis des ständigen Nett-Seins ist einfach zu hoch!
Wer kennt’s? Ich bin gespannt!












