Kontrolle – warum wir nicht immer alles in der Hand haben müssen!

Kennt Ihr das Gefühl auch? Ich bin zumeist darum bemüht, immer den Überblick behalten zu wollen und jedes mögliche Risiko abzusichern. Ganz gleich ob im Job, Familie oder ganz allgemein betrachtet. Das Bedürfnis nach Planbarkeit und „ich habe alles im Griff“ ist bei mir ziemlich ausgeprägt. 

Mit zunehmendem Alter wurde dieses Thema noch präsenter. Ich weiß was funktioniert und was eben nicht, habe Erfahrungen gesammelt und glaube, dass alles nach Plan läuft, wenn ich das Thema nur genug steuere. Gleichzeitig erfahre ich aber auch, dass Kontrolle nicht gleich Sicherheit ist. Ich behaupte sogar, dass Kontrolle eine reine Illusion ist. Im ersten Moment hat man das Gefühl, vorbereitet zu sein. Die Realität ist aber oft eine andere: das Leben ist unberechenbar. Es reicht ein Anruf, eine Begegnung oder eine plötzliche Wendung. Und auf einmal ist alles anders. 

Kontrolle ist anstrengend. Kontrolle bedeutet Anspannung, weil man immer alles im Griff haben möchte. Kontrolle grenzt ein. Sie lässt wenig Raum für Spontaneität, Überraschungen oder die leisen Geschenke des Lebens. Weniger Kontrolle ist aber ein Lernprozess. Was passiert, wenn man loslässt? Wir gewinnen Freiheit. Es muss nicht mehr alles perfekt sein, und das ist unglaublich erleichternd. Und wir vertrauen mehr – in uns selbst, in andere Menschen und auch in das Leben. Wenn man weniger erwartet und offenbleibt, kommen all die schönen und ungeplante Dinge: tolle Begegnungen, spannende Wendungen, wertvolle Erkenntnisse! 

Klar ist es wichtig, Pläne zu machen, Ziele zu haben und Verantwortung zu übernehmen. Der Unterschied ist halt, aus einem inneren Vertrauen heraus zu handeln anstatt aus dem verzweifelten Versuch, alles im Griff behalten zu wollen. Insofern versuche ich immer mehr, nicht alles im Leben kontrollieren zu wollen, Dinge fließen zu lassen und abzuwarten, was auf einen zukommt. 

Erkennt Ihr Euch auch ein Stück weit wieder in puncto Kontrolle? Ich bin gespannt!

Eure
Britta

von Britta Ahrens 12. September 2026
USA. Ich mag Dich trotzdem!
von Britta Ahrens 4. September 2026
Warum glauben wir immer, dass das Beste noch kommt?
von Britta Ahrens 28. August 2026
TaiChi: Die sanfte Bewegung, die Körper und Seele stärkt
von Britta Ahrens 21. August 2026
Die traurigste WG der Welt: Die schönsten Outfits und der Kleiderschrank!
von Britta Ahrens 15. August 2026
Kannst Du „mal eben“ …? Die teuersten fünf Minuten der Welt!
von Britta Ahrens 7. August 2026
Fit im Schritt: Ein Thema, über das wir Frauen viel sprechen sollten!
von Britta Ahrens 7. August 2026
Zwischen Größe und Wirkung. Oder: Warum wir oft die Falschen für groß halten.
von Britta Ahrens 25. Juli 2026
Wer's glaubt, wird selig. Oder auch nicht.
von Britta Ahrens 18. Juli 2026
200 Blogbeiträge. Und kein bisschen leiser.
von Britta Ahrens 10. Juli 2026
Keinen Bock auf Blog!