Warum glauben wir immer, dass das Beste noch kommt?

Warum glauben wir immer, dass das Beste noch kommt?
Vor Urzeiten hatte ich einen Chef, der vor seinem Büro im Garten einen riesigen Findling aus seinem Kieswerk aufgestellt hatte. Darauf stand dick und fett eingraviert nur ein einziges Wort: HEUTE!
Wenn jemand also fragte: „Bis wann brauchen Sie das?“, zeigte er einfach auf den Findling im Garten. Damals ging es natürlich um Termine und darum, Dinge nicht aufzuschieben. Heute denke ich oft an diesen Stein zurück. Denn eigentlich steckt darin eine viel größere Botschaft.
Ihr kennt den Gedanken doch sicherlich auch: "Wenn erst ..., dann!“ Wenn erst der Sommer kommt. Wenn ich mehr Zeit habe. Wenn die Kinder groß sind. Wenn ich in Rente bin. Wenn ich ein paar Kilo weniger wiege. Sind wir nicht erstaunlich gut darin, die Zukunft zu romantisieren?
Die gute Seite daran: der Gedanke und die Hoffnung auf etwas Schönes motiviert uns und lässt uns auch Ziele verfolgen. Aber es gibt auch eine Schattenseite: Stets und ständig verschieben wir das Leben auf später! Dabei kann ich mich so gar nicht daran erinnern, wann das Leben uns schon mal versprochen hat, dass es später automatisch besser wird! Das Glück wohnt selten in der Zukunft.
Das Beste ist vermutlich also nicht, was noch kommen könnte, sondern genau das, was gerade passiert. HEUTE ist also der perfekte Zeitpunkt für einfach alles!
Und Ihr so?
Eure
Britta











