PATCHwork ist MATCHwork! Welche Rolle spielen Bonuseltern?

Wie Ihr ja wisst, bin ich eine überglückliche Bonusmama der allerbesten Bonustochter! Ich weiß aber auch, dass wir mit unserer Patchworkfamilie (auch durch Zutun) großes Glück haben. Der Grund? Jeder ist sich seiner Rolle bewusst. Insofern gleich zu Beginn der Hinweis, dass Bonuseltern natürlich eine Rolle spielen. Aber – und das mag ernüchternd klingen – nur eine untergeordnete.
Der Begriff Bonusmama klingt natürlich viel schöner als Stiefmutter. Ist aber eben auch nicht korrekt. In der Regel hat das Bonuskind ja eine Mama. Und genau das ist die Bonusmama nicht! Zu Beginn einer neuen Familienkonstellation ist es deshalb sinnvoll, sich als Bonusmama zurückhaltend, aber unterstützend einzubringen.
Wer meint, als Bonuselternteil die „erste Geige“ spielen zu müssen, verkennt die Tragweite dieser Verantwortung. Eine Patchworkfamilie braucht klare Rollengrenzen, in denen jeder seinen Platz findet: das Kind als Mittelpunkt, die leiblichen Eltern als Hauptverantwortliche, die Bonuseltern als Begleiter, Unterstützer oder Bezugsperson.
Bindungen entstehen nicht automatisch und müssen wachsen. Das erfordert Geduld, Respekt und Empathie. Insbesondere dann, wenn das Bonuskind dem Bonuselternteil skeptisch gegenübersteht, herausfordernd wirkt oder „auf Krawall gebürstet“ ist. Nichts ist wichtiger, als dem Bonuskind auf „Augenhöhe“ zu begegnen, es wertzuschätzen und mit Empathie dranzubleiben. Wer klarmacht, dass man dem Kind nichts wegnimmt, ist ganz weit vorn. Erzieherische oder mütterliche Autorität ist fehl am Platze (ausgenommen natürlich „Verhaltensregeln“ in den eigenen vier Wänden).
Nicht vergessen: Erwachsene agieren, Kinder reagieren. Letztere erleben Trennungen oft als belastend. Für mich stand immer fest, Stabilität und Sicherheit zu vermitteln, eine verlässliche Bindung aufzubauen und mein persönliches Befinden hintenanzustellen. In einer Patchworkfamilie ist das Kind Zentrum der familiären Verantwortung. Es war zuerst da und hat nicht selbst entschieden, Teil des neuen Systems zu werden! Bitte denkt immer daran! Echte Bindung entsteht aus Freiwilligkeit, nicht aus Anspruch. Bindung lässt sich auch nicht einfordern. Sie entsteht mit der Zeit aus Vertrauen, Verlässlichkeit und Zuwendung!
Partner kommen und gehen. Mit Kindern bleiben Eltern dagegen ein Leben lang verbunden. Wer sich auf die Beziehung mit einem Menschen mit Kind einlässt, entscheidet sich auch immer für ein bereits bestehendes Familiensystem mit eigener Geschichte und gewachsenen Bindungen. Insofern sind Bonuseltern ein Teil des Ganzen, aber niemals der Mittelpunkt. In diesen Konstellationen ist kein Platz für Ego. Es führt zu Unstimmigkeiten mit dem Partner und auch mit dem Kind. Echte Stärke zeigt sich hier in Zurückhaltung.
Seid Ihr auch Teil einer Patchworkfamilie? Ich bin gespannt in welcher Rolle und wie bei Euch die Konstellationen funktionieren!
Eure
Britta
Der Begriff Bonusmama klingt natürlich viel schöner als Stiefmutter. Ist aber eben auch nicht korrekt. In der Regel hat das Bonuskind ja eine Mama. Und genau das ist die Bonusmama nicht! Zu Beginn einer neuen Familienkonstellation ist es deshalb sinnvoll, sich als Bonusmama zurückhaltend, aber unterstützend einzubringen.
Wer meint, als Bonuselternteil die „erste Geige“ spielen zu müssen, verkennt die Tragweite dieser Verantwortung. Eine Patchworkfamilie braucht klare Rollengrenzen, in denen jeder seinen Platz findet: das Kind als Mittelpunkt, die leiblichen Eltern als Hauptverantwortliche, die Bonuseltern als Begleiter, Unterstützer oder Bezugsperson.
Bindungen entstehen nicht automatisch und müssen wachsen. Das erfordert Geduld, Respekt und Empathie. Insbesondere dann, wenn das Bonuskind dem Bonuselternteil skeptisch gegenübersteht, herausfordernd wirkt oder „auf Krawall gebürstet“ ist. Nichts ist wichtiger, als dem Bonuskind auf „Augenhöhe“ zu begegnen, es wertzuschätzen und mit Empathie dranzubleiben. Wer klarmacht, dass man dem Kind nichts wegnimmt, ist ganz weit vorn. Erzieherische oder mütterliche Autorität ist fehl am Platze (ausgenommen natürlich „Verhaltensregeln“ in den eigenen vier Wänden).
Nicht vergessen: Erwachsene agieren, Kinder reagieren. Letztere erleben Trennungen oft als belastend. Für mich stand immer fest, Stabilität und Sicherheit zu vermitteln, eine verlässliche Bindung aufzubauen und mein persönliches Befinden hintenanzustellen. In einer Patchworkfamilie ist das Kind Zentrum der familiären Verantwortung. Es war zuerst da und hat nicht selbst entschieden, Teil des neuen Systems zu werden! Bitte denkt immer daran! Echte Bindung entsteht aus Freiwilligkeit, nicht aus Anspruch. Bindung lässt sich auch nicht einfordern. Sie entsteht mit der Zeit aus Vertrauen, Verlässlichkeit und Zuwendung!
Partner kommen und gehen. Mit Kindern bleiben Eltern dagegen ein Leben lang verbunden. Wer sich auf die Beziehung mit einem Menschen mit Kind einlässt, entscheidet sich auch immer für ein bereits bestehendes Familiensystem mit eigener Geschichte und gewachsenen Bindungen. Insofern sind Bonuseltern ein Teil des Ganzen, aber niemals der Mittelpunkt. In diesen Konstellationen ist kein Platz für Ego. Es führt zu Unstimmigkeiten mit dem Partner und auch mit dem Kind. Echte Stärke zeigt sich hier in Zurückhaltung.
Seid Ihr auch Teil einer Patchworkfamilie? Ich bin gespannt in welcher Rolle und wie bei Euch die Konstellationen funktionieren!
Eure
Britta












