Hiraeth – Die leise Kunst des Loslassens

Es gibt ein Wort in der walisischen Sprache, das sich kaum in eine andere übersetzen lässt: Hiraeth. Es beschreibt eine tiefe Sehnsucht nach etwas, das vielleicht nie mehr zurückkehrt. Nicht nur Heimweh, sondern ein Weh, das nach Menschen, Momenten, Möglichkeiten greift, die in der Vergangenheit geblieben sind.
Es ist ein bittersüßes Gefühl – halb Trauer, halb Liebe.
Gerade wir Frauen kennen dieses Gefühl zu gut. Weil wir nicht nur unser eigenes Herz tragen, sondern so viele Geschichten, Rollen, Erwartungen. Wir halten fest: an der Liebe, die einmal war. An Freundschaften, die sich still verabschiedet haben. An Träumen, die wir leise gegen andere eingetauscht haben, weil das Leben es so wollte. Doch Loslassen ist kein Verrat an dem, was war. Es ist eine Würdigung. Ein stilles „Danke“ an die Vergangenheit – und ein bewusstes „Ja“ an das, was noch kommen darf. Loslassen bedeutet nicht, das Herz zu verhärten. Es heißt, es zu weiten, Platz zu schaffen für Neues, ohne das Alte zu entwerten.
Manchmal bedeutet Loslassen auch, das eigene Leben neu zu erfinden. Sich zu erlauben, nicht mehr die zu sein, die man gestern war. Zu akzeptieren, dass Wachstum bedeutet, nicht alles mitzunehmen – und dass das nicht Verlust, sondern auch Befreiung sein kann. Hiraeth lehrt uns, dass wir uns umdrehen dürfen, um zu erinnern – aber auch weiterzugehen, um nicht zu verharren.
Für all diejenigen, die gerade zögern: man muss nicht alles loslassen, um sich frei zu fühlen. Aber man darf sich von dem verabschieden, was einen klein hält. Manchmal beginnt das wahre Leben genau da, wo wir den Mut finden, den letzten Faden sanft aus der Hand gleiten zu lassen. Platz zu schaffen, um endlich mehr zu leben. Manchmal wartet das Schönste nicht hinter uns, sondern gleich um die nächste Ecke. Wenn wir mutig weitergehen, wird das Leben uns mit Dingen beschenken, die wir uns heute noch nicht einmal vorstellen können.
Kennt Ihr auch dieses Gefühl?
Es ist ein bittersüßes Gefühl – halb Trauer, halb Liebe.
Gerade wir Frauen kennen dieses Gefühl zu gut. Weil wir nicht nur unser eigenes Herz tragen, sondern so viele Geschichten, Rollen, Erwartungen. Wir halten fest: an der Liebe, die einmal war. An Freundschaften, die sich still verabschiedet haben. An Träumen, die wir leise gegen andere eingetauscht haben, weil das Leben es so wollte. Doch Loslassen ist kein Verrat an dem, was war. Es ist eine Würdigung. Ein stilles „Danke“ an die Vergangenheit – und ein bewusstes „Ja“ an das, was noch kommen darf. Loslassen bedeutet nicht, das Herz zu verhärten. Es heißt, es zu weiten, Platz zu schaffen für Neues, ohne das Alte zu entwerten.
Manchmal bedeutet Loslassen auch, das eigene Leben neu zu erfinden. Sich zu erlauben, nicht mehr die zu sein, die man gestern war. Zu akzeptieren, dass Wachstum bedeutet, nicht alles mitzunehmen – und dass das nicht Verlust, sondern auch Befreiung sein kann. Hiraeth lehrt uns, dass wir uns umdrehen dürfen, um zu erinnern – aber auch weiterzugehen, um nicht zu verharren.
Für all diejenigen, die gerade zögern: man muss nicht alles loslassen, um sich frei zu fühlen. Aber man darf sich von dem verabschieden, was einen klein hält. Manchmal beginnt das wahre Leben genau da, wo wir den Mut finden, den letzten Faden sanft aus der Hand gleiten zu lassen. Platz zu schaffen, um endlich mehr zu leben. Manchmal wartet das Schönste nicht hinter uns, sondern gleich um die nächste Ecke. Wenn wir mutig weitergehen, wird das Leben uns mit Dingen beschenken, die wir uns heute noch nicht einmal vorstellen können.
Kennt Ihr auch dieses Gefühl?
Eure
Britta

Doppelmoral begegnet mir beinahe täglich: im Berufsleben, im Bekanntenkreis und vor allem hier auf Instagram. Wasser predigen, Wein trinken: Moral wird so hingebogen, wie sie uns gerade passt! Bequem ist sie zudem. Doppelmoral erlaubt uns, klare Kante zu zeigen, ohne selbst Konsequenzen zu tragen. Wir verurteilen laut, was wir im eigenen Leben stillschweigend relativieren. Moral tarnt sich als Haltung, ist aber oft nichts weiter als Selbstschutz. Im Alltag zeigt sich das deutlich. Wir empören uns über respektloses Verhalten im Netz, während wir selbst bissige Kommentare liken oder teilen. Wir verlangen Umweltbewusstsein, steigen aber für Kurzstrecken ins Auto, weil es einfacher ist. Wir pochen auf Fairness im Job, nutzen aber jede Grauzone zu unserem Vorteil. Ausländerfeindliche Parolen im Alltag, aber selbstverständlich Urlaub in Dubai. Veganismus laut vertreten, während Lederschuhe im Schrank stehen. Klimaschutz fordern, aber für den Wochenendtrip ins Flugzeug steigen. Gegen Konsumwahn wettern und gleichzeitig bei jeder Rabattaktion zuschlagen. Work-Life-Balance predigen und gleichzeitig von anderen ständige Erreichbarkeit erwarten. Die Liste scheint schier unendlich! Das Problem ist, dass wir es uns selten eingestehen. Doppelmoral beginnt dort, wo Selbstkritik endet. Wer sich nur als Teil der „richtigen Seite“ sieht, übersieht die eigenen blinden Flecken. Handle ich wirklich so, wie ich es von anderen verlange? Oder passt sich meine Moral einfach meiner Situation an? Ehrlichkeit sich selbst gegenüber ist anstrengend – aber die einzige Alternative zur bequemen Heuchelei. Auch ich hinterfrage mich oft genug: Sind Maßstäbe, die ich an andere anlege, strenger als die für mich selbst? Doppelmoral zeigt auf, wo wir eigene Ausnahmen für gerechtfertigt halten, die der anderen aber nicht. Ich gebe zu – ich übe weiterhin! Wie geht ihr mit diesem Thema um? Eure Britta

Ich weiß, ich weiß. Jetzt wäre der Moment für einen Text über Dankbarkeit, Lebensfreude und darüber, wie schön es ist, älter zu werden. Mit Kuchen, Kerzen und vielleicht einem leicht gerührten Blick zurück. Spoiler: Wird es nicht. Denn wenn ich ehrlich bin, ist mein Geburtstag für mich eher so mittelspannend. Denn jedes Jahr passiert zuverlässig das Gleiche: mein Handy führt ein Eigenleben. Es klingelt, summt, blinkt – als hätte es den Auftrag, mich daran zu erinnern, dass ich existiere. Was nett ist. Wirklich. Aber auch ein bisschen… konzentriert. Menschen melden sich, von denen ich ziemlich genau seit dem letzten Geburtstag nichts mehr gehört habe. Als gäbe es irgendwo einen geheimen „Einmal-im-Jahr-Kontakt“-Kalender. Und dann beginnen sie, diese Gespräche ohne Spannungsbogen: „Na, alles gut?“, „Was machst du heute noch?“, „Feierst du schön?“ Und ich erzähle. Immer wieder das Gleiche. Freundlich, natürlich. Aber innerlich denke ich mir: Wir könnten das Gespräch auch einfach speichern und nächstes Jahr wieder abspielen. Es ist ja lieb gemeint. Und ich weiß das auch zu schätzen. Aber gleichzeitig zeigt dieser Tag etwas, das ich irgendwie schräg finde: Aufmerksamkeit, die sich wie ein Stau verhält. Einmal im Jahr alles auf einmal. Dabei sind mir die anderen Tage so viel lieber. Die 364 Tage, an denen jemand einfach schreibt: „Musste gerade an dich denken.“. Spontane Anrufe ohne Anlass. Kleine Nachrichten, die nicht vom Kalender diktiert sind. Das sind die mir wirklich wichtigen Momente. Mein Geburtstag dagegen? Der darf ruhig unspektakulär sein. Kein großes Tamtam, kein Pflichtprogramm, kein „Das muss jetzt aber besonders sein“. Ein ganz normaler Tag, an dem man sich mit wenigen Lieblingsmenschen umgibt und einfach nett essen geht. In diesem Sinne: Ich habe heute Geburtstag. Trotzdem ist es einfach nur ein ganz normaler Sonntag. Wer kennts? Eure Britta

Kennt ihr auch diese Menschen, die mit einem Unschuldsgesicht gerne mal subtil piksen? Es sind nicht die lauten Konflikte, die einen beschäftigen. Es sind die leisen. Diese beiläufigen Fragen und Sätze, die harmlos klingen. Kein offener Angriff, eher ein feines Piksen. Und trotzdem beschäftigt es dich noch Stunden später. In meinem Umfeld gibt es Menschen, die genau das beherrschen. Nicht offen verletzend, nicht direkt angreifend – sondern subtil. Ich dachte immer, dass solche Verhaltensweisen im Alter verschwinden. Dass Menschen, sagen wir mal ab fünfzig, eine gewisse Klarheit und Reife entwickelt haben. Dass sie Dinge direkt ansprechen oder eben gar nicht. Heute weiß ich: Das stimmt so leider nicht. Diese kleinen Stiche kommen selten aus dem Nichts. Sie erzählen sehr viel über die Menschen, die sie setzen. Über ihre Unsicherheiten, unausgesprochene Vergleiche, manchmal auch über ein Bedürfnis nach Überlegenheit. Denn wer klar und sicher ist, muss nicht zwischen den Zeilen treffen. Gleichzeitig sagen die Pikser auch etwas über mich. Darüber, wo ich ins Grübeln komme und warum. Genau in dieser Schnittstelle entsteht die Wirkung: zwischen dem, was gesagt wird – und dem, wo es trifft. Das subtile Piksen hat etwas sehr Unangenehmes an sich. Es wird keine direkte Frage geäußert, lediglich Andeutungen, Tonfall oder doppeldeutige Aussagen. Damit es nicht ganz so offensichtlich ist, wird es oft als „sozial akzeptabel“ verpackt. Subtile Stiche sind leise, aber nicht harmlos! Warum machen Menschen das? Klar sagen sie oft mehr über den Sender als über den Empfänger. Vermutlich ein Spiegel eigener Unsicherheiten oder Konkurrenzdenken. Oberhand gewinnen oder behalten; einfach besser dastehen und den anderen versuchen klein zu machen. Was tun? Eigene Trigger reflektieren, versuchen, sich nicht darauf einzulassen, weglächeln. Und: Grenzen setzen. Klar, deutlich, mit Nachdruck. Wer kennt es? Eure Britta








