„Hey. Na? Und Du so?“ – Small Talk und „belangloses“ Bla Bla

Ich gebe zu – ich habe eine Aversion gegen langweiliges Bla Bla. Grosse Veranstaltungen mit vielen, mir gänzlich unbekannten Menschen sind mir ein Graus. Dabei bin ich ausgesprochen extrovertiert, kommunikativ und redselig. In der Regel sind es ja eher introvertierte Menschen, denen Small Talk so gar nicht liegt.
Das langweilige Gedudel allerdings um Themen wie „ich bin“, „ich habe“ und „ich mache“ gehen mir so richtig gegen den Strich. In der Regel interessieren mich fundierte Themen und der jeweilige, mir gegenüber stehende Mensch an sich. Deep(er) Talk sozusagen anstatt eines langweiligen Austausches sinnbefreiter Inhalte. Natürlich ist mir bewußt, dass man sich dem Small-Talk-Thema nicht gänzlich entziehen kann und heutzutage gepflegt praktiziert werden sollte.
Die Nachteile liegen auf der Hand: Small Talk kratzt zumeist nur an der Oberfläche und man erhält keinen wirklichen Eindruck von seinem Gegenüber. Für echte Verbindungen wohl eher ungeeignet. Auch echtes Interesse am Gesprächspartner geht verloren und die Atmosphäre ist zumeist künstlich und steif. Es handelt sich vielmehr um eine gesellschaftliche Pflicht (z. B. wenn man im Aufzug auf einen Vorgesetzten trifft). Eine Überbrückung der leidvollen Stille kann krampfhaft sein.
Aber auch, wenn einem Small Talk nicht so liegt, kann dieser der Grundstein für weitere Gespräche sein und muss nicht als verschwendete Zeit angesehen werden. Vermutlich lehnen wir es selbst nur ab weil es oberflächlich ist, wir uns aber als nicht oberflächlich ansehen. Trotzdem gehört der kleine, belanglose verbale Austausch zum guten Ton und manchmal auch zum Anstand dazu.
Wer also bei gesellschaftlichen Anlässen, ganz gleich ob im Business oder im privaten Bereich, still und stumm in der Ecke steht und sich nicht einbringt, hat oftmals schon verloren. Schaut man aber genau hin, entstehen gerade hier im Abseits oft nette Kontakte fernab von Sitzungen. Insofern sollte man sich dem Small Talk nicht vollends verschließen! Gutes Geplauder kann ein Türöffner für so vieles mehr sein und hilft, das Eis zu brechen. Im privaten Bereich kann man sich diesem eher entziehen als geschäftlich.
Begrüsse freundlich und zeige eine offene, zugewandte Körperhaltung
Finde leichte und unverfängliche Themen!
Höre zu und stelle aktiv Fragen
Verabschiede Dich positiv!
Im allerbesten "Deep-Talk"-Sinne
Eure
Britta











