Wertender Geist – warum Vorverurteilungen uns entfremden

Wertender Geist – warum Vorverurteilungen uns entfremden
Wer kennt es nicht. Man sitzt in einem Cafe, Menschen gehen vorbei. Sofort beginnen wir, jeden einzelnen zu scannen und in unsere eigens definierten Schubladen zu stopfen. Der trägt dies – also ist er. Er geht so – also wird er. Das gilt nicht nur für das Sitzen im Cafe. Neue Kollegen, Geschäftspartner, neue Partner im Freundeskreis. Minisequenzen, die wir an Dritten wahrnehmen veranlassen uns immer wieder, Gesamturteile zu fällen, um welchen Typ Mensch es sich handelt. Mal positiv. Mal negativ.
Die Frage ist allerdings, inwieweit das auch zutrifft. Vermutlich selten. Aus meiner Sicht ist es in der heutigen Zeit wichtiger denn je, sich mit einem offenen Blick und offenem Herzen auf andere einzulassen. Vorverurteilungen laufen unterbewusst ab und sind nichts weiter als ein Spiegel unseres eigenen Ichs und unserer eingeschränkten Gedankenwelt.
Vorverurteilungen trennen uns in der Regel von anderen Menschen. Schaue ich verächtlich auf jemanden, spalte ich. Bewerte ich jemanden ab, fühle ich mich überlegen. Wäre es nicht wunderbar, wenn wir stattdessen auf Gemeinsamkeiten schauen und uns eher verbunden fühlen anstatt negativ zu bewerten?
Wir sind alle nicht unfehlbar, haben unsere Laster, negativen Eigenschaften und begehen Fehler. Das macht uns aber auch aus in all unserer Komplexität.
Es ist bereichernd, mit offenem Herzen auf Menschen zuzugehen. Ich übe täglich an meinem Schubladensystem und versuche, neutral und offen zu sein, was – ehrlich gesagt – auch nicht immer gelingt. Aber ich bin mir meiner Gedankenspirale bewusst, hinterfrage sie und baue sie péu a péu ab.
Übrigens auch bei Instagram. Eine über 80jährige zeigt sich regelmässig in Dessous. Ein anderer küsst täglich seinen Boxer auf die sabbernde Schnauze. Eine Dritte postet ausschliesslich Fotos aus ihrer längst vergangenen Jugend. Und nun?
Jeder hat seine ganz eigene Geschichte und soll sich zeigen können wie er möchte. Die Suche nach Gemeinsamkeiten ist viel bereichender als Schubladendenken und negativ zu bewerten. Ich bewundere die über 80jährige für ihren Mut. Meinen Kater würde ich auch auf die Schnute knutschen – er lässt mich nur nicht. Und ich freue mich, wenn jemand auch seine bereits vergangenen Jahre mit mir teilt und mich daran teilhaben lässt.
Bleibt offen, bleibt herzlich und seid nett zueinander!
Wer kennt es nicht. Man sitzt in einem Cafe, Menschen gehen vorbei. Sofort beginnen wir, jeden einzelnen zu scannen und in unsere eigens definierten Schubladen zu stopfen. Der trägt dies – also ist er. Er geht so – also wird er. Das gilt nicht nur für das Sitzen im Cafe. Neue Kollegen, Geschäftspartner, neue Partner im Freundeskreis. Minisequenzen, die wir an Dritten wahrnehmen veranlassen uns immer wieder, Gesamturteile zu fällen, um welchen Typ Mensch es sich handelt. Mal positiv. Mal negativ.
Die Frage ist allerdings, inwieweit das auch zutrifft. Vermutlich selten. Aus meiner Sicht ist es in der heutigen Zeit wichtiger denn je, sich mit einem offenen Blick und offenem Herzen auf andere einzulassen. Vorverurteilungen laufen unterbewusst ab und sind nichts weiter als ein Spiegel unseres eigenen Ichs und unserer eingeschränkten Gedankenwelt.
Vorverurteilungen trennen uns in der Regel von anderen Menschen. Schaue ich verächtlich auf jemanden, spalte ich. Bewerte ich jemanden ab, fühle ich mich überlegen. Wäre es nicht wunderbar, wenn wir stattdessen auf Gemeinsamkeiten schauen und uns eher verbunden fühlen anstatt negativ zu bewerten?
Wir sind alle nicht unfehlbar, haben unsere Laster, negativen Eigenschaften und begehen Fehler. Das macht uns aber auch aus in all unserer Komplexität.
Es ist bereichernd, mit offenem Herzen auf Menschen zuzugehen. Ich übe täglich an meinem Schubladensystem und versuche, neutral und offen zu sein, was – ehrlich gesagt – auch nicht immer gelingt. Aber ich bin mir meiner Gedankenspirale bewusst, hinterfrage sie und baue sie péu a péu ab.
Übrigens auch bei Instagram. Eine über 80jährige zeigt sich regelmässig in Dessous. Ein anderer küsst täglich seinen Boxer auf die sabbernde Schnauze. Eine Dritte postet ausschliesslich Fotos aus ihrer längst vergangenen Jugend. Und nun?
Jeder hat seine ganz eigene Geschichte und soll sich zeigen können wie er möchte. Die Suche nach Gemeinsamkeiten ist viel bereichender als Schubladendenken und negativ zu bewerten. Ich bewundere die über 80jährige für ihren Mut. Meinen Kater würde ich auch auf die Schnute knutschen – er lässt mich nur nicht. Und ich freue mich, wenn jemand auch seine bereits vergangenen Jahre mit mir teilt und mich daran teilhaben lässt.
Bleibt offen, bleibt herzlich und seid nett zueinander!
Eure Britta











