Verwandtschaft – was ist das?

Man kann es sich nur schwer vorstellen. Ich habe keine Verwandten. Und ich hatte auch nie welche.
Oooooops?
Dieser Umstand ist aber ganz einfach erklärt. Ich bin Anfang der 60er Jahre unehelich auf die Welt gekommen. Mein Vater hatte sich nie um mich gekümmert, und sich postwendend aus dem Staub gemacht, als er von der Schwangerschaft meiner Mutter erfuhr.
Meine Mutter wiederum kam zu Beginn des zweiten Weltkrieges zur Welt und wurde sofort nach der Geburt zur Adoption freigegeben. Eine ältere Dame hatte sie adoptiert (was also so etwas wie meine Oma gewesen wäre). Diese wiederum verstarb aber, als ich zwei Jahre alt war. Was blieb war meine Mutter, die nun aber auch längst verstorben ist.
Keinen Vater. Keine Verwandten mütterlicherseits. Ich bin also ohne Grosseltern, Tanten und Geschwister aufgewachsen. Für den einen wäre das sicherlich Fluch, für andere aber auch Segen.
Mir selbst fiel das nie sonderlich auf. Erst als ich Ende der 80iger Jahre heiratete und wir in diesem Zusammenhang die Gästeliste anfertigten stutzte ich. Meine Mutter als einzige Verwandte, 50 Familienmitglieder seitens meines damaligen Mannes. Ab diesem Zeitpunkt überkam mich dann schon so manches Mal ein mulmiges Gefühl. Vor allem in Situationen, in denen man das „Sicherheitsnetz Familie“ gut hätte gebrauchen können. Aber: was nicht ist, ist halt nicht.
Vermutlich auch aus dieser persönlichen Situation heraus habe ich schnell gelernt, mich auf mich selbst zu verlassen und zu fokussieren. Meinen Weg zu gehen, nach vorne zu schauen. Das zu lieben was man hat und nicht Dingen hinterhertrauert, die man gerne gehabt hätte, die aber nie vorhanden waren. Wenn man das verinnerlicht kann man Berge versetzen!
Insofern freue ich mich sehr auf meine zweite Hochzeit im Oktober. Seit 16 Jahren proben wir nun das Zusammensein. Und das Beste: nun kommt meine Bonustochter auch offiziell in meinen engeren Kreis und ist dann sozusagen verwandt mit mir. Frei nach dem Motto: ich heirate eine Familie!
Das Leben ist schön genau so wie es ist. Und wenn es nicht schön ist wird es schön gemacht.
Eure
Britta
Oooooops?
Dieser Umstand ist aber ganz einfach erklärt. Ich bin Anfang der 60er Jahre unehelich auf die Welt gekommen. Mein Vater hatte sich nie um mich gekümmert, und sich postwendend aus dem Staub gemacht, als er von der Schwangerschaft meiner Mutter erfuhr.
Meine Mutter wiederum kam zu Beginn des zweiten Weltkrieges zur Welt und wurde sofort nach der Geburt zur Adoption freigegeben. Eine ältere Dame hatte sie adoptiert (was also so etwas wie meine Oma gewesen wäre). Diese wiederum verstarb aber, als ich zwei Jahre alt war. Was blieb war meine Mutter, die nun aber auch längst verstorben ist.
Keinen Vater. Keine Verwandten mütterlicherseits. Ich bin also ohne Grosseltern, Tanten und Geschwister aufgewachsen. Für den einen wäre das sicherlich Fluch, für andere aber auch Segen.
Mir selbst fiel das nie sonderlich auf. Erst als ich Ende der 80iger Jahre heiratete und wir in diesem Zusammenhang die Gästeliste anfertigten stutzte ich. Meine Mutter als einzige Verwandte, 50 Familienmitglieder seitens meines damaligen Mannes. Ab diesem Zeitpunkt überkam mich dann schon so manches Mal ein mulmiges Gefühl. Vor allem in Situationen, in denen man das „Sicherheitsnetz Familie“ gut hätte gebrauchen können. Aber: was nicht ist, ist halt nicht.
Vermutlich auch aus dieser persönlichen Situation heraus habe ich schnell gelernt, mich auf mich selbst zu verlassen und zu fokussieren. Meinen Weg zu gehen, nach vorne zu schauen. Das zu lieben was man hat und nicht Dingen hinterhertrauert, die man gerne gehabt hätte, die aber nie vorhanden waren. Wenn man das verinnerlicht kann man Berge versetzen!
Insofern freue ich mich sehr auf meine zweite Hochzeit im Oktober. Seit 16 Jahren proben wir nun das Zusammensein. Und das Beste: nun kommt meine Bonustochter auch offiziell in meinen engeren Kreis und ist dann sozusagen verwandt mit mir. Frei nach dem Motto: ich heirate eine Familie!
Das Leben ist schön genau so wie es ist. Und wenn es nicht schön ist wird es schön gemacht.
Eure
Britta











